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Infopool: Aktuelle Informationen

Pferdesteuer
19.01.2015

Zitat:
Am Donnerstag erschien ein für uns positiver Artikel
(http://www.kn-online.de/Sport/Reiten/Aktuelles/Reitsport-Kommentar-Kostet-der-Spass-bald-Steuern)
in den KN, welchen es jetzt auch durch uns Pferdehalter zu kommentieren gilt.

Wichtig hierbei ist, dass Sie bitte kurzfristig den für alle Pferdehalter notwendigen Kommentar platzieren!!!
 
Mit freundlichen Grüßen

Kind regards

 

Matthias Karstens

-Geschäftsführer-

 

Pferdesportverband S.-H. e.V.

Marienstr. 15

D-23795 Bad Segeberg

Tel.: ++49 (0) 4551-8892-0

Fax: ++49 (0) 4551-8892-20

E-mail: info@psvsh.de

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Sorgen um die Pferdesteuer

Von Jessica Bunjes | 

15.01.2015 07:20 Uhr

 

Vor gut einem Jahr rückte die Pferdesteuer näher. Jetzt ist sie sehr nah. In Bad Sooden-Allendorf, gelegen im Dreiländereck Hessen/Thüringen/Niedersachsen, bestätigte der Hessische Gerichtshof in erster Instanz: 200 Euro pro Pferd und Jahr, ausgenommen Pferde, die dem Erwerb dienen, darf die Kommune fordern.

Bad Segeberg. Gerechtfertigt wird diese „Pferde“- als „Luxus“-Steuer. Das mag in Einzelfällen zutreffen. Für die breite Masse ist das „Luxusargument“ lachhaft, obwohl es traurig ist: Die wenigsten Pferdebesitzer schwimmen im Geld. Wohl kaum einer geht reiten, um die Nase vom Sattel aus weit oben zu halten. Im Gegenteil. Manche verzichten zugunsten ihres Pferdes auf vieles, vor allem auf „Luxus“. Denn das Hobby kostet unbestritten. Aber ein Hobby zu besteuern, weil es ohnehin kein günstiges ist, ist ein schlechter Grund.

 Luxus gibt es hier und da sicherlich. Meist in Form von Strass-Stirnriemen, die sich die Kinder von dem Geld kaufen, das sie mit Zeitungaustragen verdienen. Kinder, die ihre Zeit nicht an Bushaltestellen totschlagen. Sondern die, die vor der Schule ein Pferd führen, weil es krank ist.

 Im Stall sind die zu finden, die Tiere lieben, anpacken, sich engagieren für ihren Sport. In Reitställen lernen Kinder Verantwortung und Teamgeist, hier halten Familien zusammen. Wofür sollen sie eine Abgabe zahlen, an die im Fußballverein niemand jemals denken würde? Mit der Besteuerung einer Sportart den Boden leerer Haushaltskassen zu benetzen, ist vor allem für Jugendliche fatal.

 Die Summe, die nach Abzug des Verwaltungsaufwandes von der Pferdesteuer übrig bleibt, ist für die Allgemeinheit ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber für einzelne ist sie ein harter Brocken, beispielsweise für Hobby-Züchter, Gnadenbrothöfe und Halter von unreitbaren Pferde-Senioren. Was passiert mit diesen Pferden, deren Steuer sich, zusätzlich zu den ohnehin anfallenden Kosten, in unbezahlbare Höhen summiert?

 Vor allem: Städte und Gemeinden tun in aller Regel nichts für die Reiter. Reitsport wird überwiegend auf Privatgeländen und dort in Reithallen, auf Dressurvierecken und in Springparcours betrieben. Die wenigen Reiter, die „wild“ im Gelände galoppieren und mal einen Weg aufweichen, und die wenigen Pferde, die hier und dort Äppel-Haufen hinterlassen, sind in der Minderheit. Nicht im Ansatz sind sie zu vergleichen mit den Heerscharen von Hunden in Städten und mit den Tonnen von Hundekot, der auf Straßen liegen bleibt. Wer die Äppel-Haufen in der Landeshauptstadt zählt, kommt zu keinem argumentativ tragfähigen Ergebnis für eine Pferdesteuer. Pferde im ländlichen Bereich zu besteuern, ist ein vollendeter Schildbürger-Streich.

 Dort, wo es in Schleswig- Holstein wenige Reitwege gibt, waren es fast ausnahmslos die Reiter selbst, die sich, teilweise jahrzehntelang, mit Grundbesitzern und Gemeinden herumgeplagt haben, um ihnen stückweise Boden abzuringen. Die Wege halten die Reiter selbst in Schuss, und für deren Nutzung zahlen sie Gebühren. Städte und Gemeinden werden von einer Pferdesteuer kaum öffentliche Reitbahnen oder flächendeckende Reitwegenetze schaffen. Was also ist die Gegenleistung für diese Abgabe, wenn es schon kein echtes Argument dafür, aber einige dagegen gibt? Eine Pferdesteuer im „Reiterland Schleswig-Holstein“ zu verlangen, um wirtschaftliches Missmanagement zu finanzieren, ist absurd.



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